Die (soziale) Verantwortung von Unternehmen wurde in den vergangenen Jahren zunehmend zum Gegenstand des öffentlichen und politischen Diskurses. Während sich der Staat aus bestimmten Bereichen mehr und mehr zurückzieht, stellt sich die Frage, wer die hinterlassene Lücke zukünftig ausfüllen wird.
Gerade im Zuge von Produktionsverlagerungen und Werksschließungen (z.B. AEG/Electrolux in Nürnberg) bleiben viele Fragen nach wie vor unbeantwortet. Dabei findet die Verantwortlichkeit von Unternehmern und Unternehmen nicht allein in der Diskussion um Outsourcing Eingang – sie ist vielmehr ein omnipräsentes, facettenreiches Thema. Dieses wollten wir im Rahmen der Bayreuther Gesprächskreise „Unternehmen und Verantwortlichkeit“ tiefer ergründen!
In einer offen konzipierten Veranstaltungsreihe diskutierten wir unterschiedliche Dimensionen der Verantwortlichkeit von Unternehmen gemeinsam mit Unternehmensvertretern und engagierten Studenten. Unsere Aufgabe sahen wir dabei darin, zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit Aspekte dieses gesellschaftlich und wissenschaftlich relevanten Themas zu moderieren.
Schirmherr der „Bayreuther Gesprächskreise Unternehmen und Verantwortlichkeit“ ist der amtierende Oberbürgermeister in Bayreuth, Dr. Michael Hohl.
Inhaltlicher Leitfaden bei jeder Veranstaltung waren die folgenden Fragen:
In der Umsetzung bemühten wir uns, unterschiedliche Facetten und Aspekte der Themen durch die Auseinandersetzung mit möglichst konträren Meinungsvertretern näher zu beleuchten. Moderiert durch uns Studenten selbst, trugen wir dafür Sorge, dass allen Standpunkten, aber auch den interessierten Zuhörern genügend Raum zur Partizipation eingeräumt wurde.
Damit die thematische Auseinandersetzung nicht unmittelbar nach der Diskussionsrunde endet, wurden Protokolle der Veranstaltungen bereits im Internet veröffentlicht (www.bayreuther-gespraechskreise.de). Außerdem soll die vorliegende Broschüre einen Überblick über die behandelten Themen vermitteln und deren Diskussion dokumentieren.
Diese „Kulisse“ wurde von uns gewählt, weil wir der Meinung sind, dass der Grad der Einbindung gerade bei hoch brisanten Themen mit stark konträren Positionen am größten ist. Wir glauben, auf diese Weise gegen eine oft benannte „Politikverdrossenheit“ anzuarbeiten, indem wir Betroffene zu Beteiligten machen.